Covid 19 - Corona Epidemie

 

Bundesrat lockert schrittweise Massnahmen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus

Bern, 16.04.2020 - Ab dem 27. April 2020 können Spitäler wieder sämtliche, auch nichtdringliche Eingriffe vornehmen und ambulante medizinische Praxen sowie Coiffeur-, Massage- und Kosmetikstudios ihren Betrieb wieder aufnehmen. Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden und Gärtnereien dürfen wieder öffnen. Der Schutz des Publikums und der Arbeitnehmenden muss dabei sichergestellt sein. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 16. April entschieden. Wenn es die Entwicklung der Lage zulässt, sollen am 11. Mai die obligatorischen Schulen und die Läden wieder öffnen.

Am 8. Juni sollen dann Mittel-, Berufs- und Hochschulen sowie Museen, Zoos und Bibliotheken wieder öffnen. Der Bundesrat hat zudem den Schutz besonders gefährdeter Arbeitnehmenden präzisiert. Aufgrund der epidemischen Entwicklung und gestützt auf Empfehlungen der Wissenschaft, lockert der Bundesrat ab dem 27. April die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem neuen Coronavirus. Um Planungssicherheit zu schaffen, gibt er auch bekannt, wie er die weiteren Lockerungsschritte bis Anfang Juni plant. Für die Reihenfolge der Lockerungen hat der Bundesrat mehrere Risikofaktoren berücksichtigt. Dazu gehören die Zunahme enger Personenkontakte, die Zunahme von Personenströmen, die Zahl der betroffenen vulnerablen Personen oder die Möglichkeit Schutzmassnahmen zu ergreifen. Zudem hat der Bundesrat den wirtschaftlichen Nutzen der einzelnen Lockerungen bewertet. Schutz der Gesundheit und Vermindern der wirtschaftlichen Schäden

Der Bundesrat verfolgt mit der Lockerungsstrategie mehrere Ziele: Er will weiterhin in erster Priorität die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung schützen, insbesondere der besonders gefährdeten Personen. Die Lockerungen werden durch Schutzkonzepte begleitet. Diese können je nach Branche eine Empfehlung oder Pflicht zum Maskentragen beinhalten. Der Bundesrat will weiter die wirtschaftlichen Schäden möglichst gering halten und die Einschränkungen der Grundrechte wo möglich verringern. Die Strategie soll schweizweit einheitlich und unter Berücksichtigung der Massnahmen der Nachbarländer umgesetzt werden.

Erste Etappe am 27. April 2020

In der ersten Etappe lockert der Bundesrat ab dem 27. April die Massnahmen bei Einrichtungen, die nur eine geringe Anzahl direkter Kontakte aufweisen, Schutzkonzepte einfach umsetzen können und keine bedeutenden Personenströme verursachen. Die Massnahmen im stationären medizinischen Bereich werden gelockert, Spitäler dürfen wieder alle Eingriffe vornehmen. Ebenso können ambulante medizinische Praxen ihren normalen Betrieb wiederaufnehmen und wieder sämtliche, auch nicht-dringliche Eingriffe vornehmen. Dazu gehören unter anderem Praxen für Zahnmedizin, Physiotherapie und medizinische Massage. Damit sollen auch negative Folgen verhindert werden, die durch einen Verzicht auf Behandlungen und Untersuchungen entstehen könnten.

Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt können ebenfalls wieder öffnen, zum Beispiel Coiffeurgeschäfte, Massagepraxen, Tattoo-Studios und Kosmetiksalons.

Geöffnet werden auch Bau- und Gartenfachmärkte sowie Gärtnereien und Blumenläden. Zudem können auch unbediente öffentliche Einrichtungen wie Waschanlagen wieder öffnen. Schliesslich wird die Limitierung auf den engen Familienkreis bei Beerdigungen wieder aufgehoben.

Ab dem 27. April werden zudem die Sortimentsbeschränkungen in Lebensmittelläden aufgehoben. Wenn sich Güter des täglichen Bedarfs und weitere Güter auf der Verkaufsfläche der Lebensmittelläden befinden, dürfen sie verkauft werden.

Zweite und dritte Etappe: 11. Mai und 8. Juni 2020

In der zweiten Etappe sollen ab dem 11. Mai die obligatorischen Schulen sowie die Einkaufsläden und Märkte wieder öffnen. Den Entscheid darüber will der Bundesrat am 29. April fällen. Am 8. Juni sollen in einem dritten Schritt die Mittel-, Berufs- und Hochschulen wieder Präsenzveranstaltungen abhalten dürfen. Gleichzeitig sollen Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, botanische Gärten und Zoos wieder öffnen und das Versammlungsverbot gelockert werden. Die Details zu dieser Etappe will der Bundesrat am 27. Mai beschliessen.

Über weitere Etappen hat der Bundesrat noch keine Beschlüsse gefasst. Ab wann Grossveranstaltungen wieder möglich sein werden, entscheidet er in einer seiner nächsten Sitzungen. Etappen je nach Entwicklung der Epidemie

Der Übergang von einer Etappe zur nächsten erfolgt dann, wenn es zu keinem deutlichen Anstieg von COVID-19-Fällen gekommen ist. Zwischen den einzelnen Schritten muss genügend Zeit verstreichen, um die Auswirkungen der Lockerungen beobachten zu können. Kriterien sind die Anzahl Neuinfektionen, Spitaleinweisungen und Todesfälle sowie die Spitalbelegungszahlen.

Sobald die Fallzahlen in der Schweiz ausreichend gesunken sind, werden die Kantone die konsequente Rückverfolgung von Infektionsketten wieder aufnehmen: infizierte Personen sollen frühzeitig entdeckt, behandelt und isoliert, die Übertragungsketten eruiert und weitere Übertragungen verhindert werden. Dazu werden eine erweiterte Teststrategie, ein Contact Tracing-Konzept und eine App entwickelt, die über Kontakte mit infizierten Personen informiert. Die Massnahmen zum Abstandhalten und zur Hygiene bleiben gültig und wichtig. Besonders gefährdete Personen sollen weiterhin zu Hause bleiben.

Schutz von besonders gefährdeten Arbeitnehmenden

Bei der schrittweisen Öffnung gewisser Dienstleistungen und Betriebe sollen besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern umfassend geschützt werden. Der Bundesrat hat deshalb die Definition der besonders gefährdeten Personen und die Schutzmassnahmen präzisiert. Der Arbeitgeber ist in der Pflicht, besonders gefährdete Personen von zu Hause aus arbeiten zu lassen, wenn nötig durch eine angemessene Ersatzarbeit. Ist die Präsenz vor Ort unabdingbar, muss der Arbeitgeber die betreffende Person schützen, indem er die Abläufe oder den Arbeitsplatz entsprechend anpasst. Eine besonders gefährdete Person kann eine Arbeit ablehnen, wenn sie die Gesundheitsrisiken als zu hoch erachtet. Ist eine Arbeitsleistung zuhause oder vor Ort nicht möglich, hat der Arbeitgeber die Person unter Lohnfortzahlung freizustellen. Der Arbeitgeber kann ein ärztliches Attest verlangen, das aufzeigt, weshalb eine angestellte Person zu einer besonders gefährdeten Personengruppe gehört.

 

Grippale Infekte, Erkältungen

Vereinfachend gesagt handelt es sich um eine Grippe, wenn hauptsächlich Gliederschmerzen, hohes Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl im Vordergrund stehen.

Bei einer Erkältung stehen Schnupfen, Husten, Halsschmerzen im Vordergrund während Fieber und Gliederschmerzen eher latent vorhanden sind.

Im Winter treten häufig Erkrankungen im Zusammenhang mit Kälteexpositionen auf, die Kälteeinwirkung kann schwächend wirken und eine Anfälligkeit für einen Infekt auslösen.

Folgende Mittel können in Betracht gezogen werden:

Aconitum: Nach Aufenthalt in der Kälte entsteht am gleichen Abend plötzlich hohes Fieber, Schnupfen, Kopfschmerzen, ängstlicher Gesichtsausdruck und Ruhelosigkeit.

Belladonna: Wenn das Fieber um 15 Uhr einsetzt und nach Mitternacht wieder sinkt.
Der Kopf heiss und rot ist, die Hände und Füsse sich aber kalt anfühlen.
Kurze Zeit vor dem plötzlichen Einsetzen des Fiebers fühlt man sich nicht so wohl und allenfalls sind leichter Schnupfen und etwas Halsschmerz bereits vorhanden.

Bryonia: Einige Tagen nachdem man sich nicht so wohl gefühlt hat, erwacht man morgens mit starkem Krankheitsgefühl. Es treten dumpfe Kopfschmerzen und Benommenheitsgefühl auf. Das Fieber beginnt nach 15 Uhr und intensiviert sich nach 21 Uhr, es hält bis in den Morgen an. Der Kranke möchte still im Bett liegen und in Ruhe gelassen werden.

In der Behandlung mit homöopathischen Mitteln spielen Erreger nur eine untergeordnete Rolle! Aus diesem Grund ändert sich auch zum heutigen Zeitpunkt nichts an den Empfehlungen von passenden Arzneimitteln.

Wir richten uns immer nach den Symptomen die auftreten, welche uns auch zum passenden Arzneimittel führen. Die Krankheitsverläufe sind, je nach Virus, unterschiedlich, doch gerade  hier ist es möglich bei sorgfältiger Beobachtung und Begleitung das passende, krankheitspezifische Arzneimittel zu finden. Für die leidende Gemeinschaft wäre es von Vorteil, würde an den Spitälern Homöopathie angeboten! Gerade weil derzeit keine wirksamen, spezifischen Arzneien gegen die kursierenden viralen Infekte auf dem Markt sind, könnte Homöopathie eine wichtige Rolle spielen, da sie über einen reichen Fundus an wirksamen Arzneimitteln verfügt, die das Leiden der Erkrankten massgeblich zu lindern vermögen.

Um bei hohem Fieber die Temperatur ein wenig zu senken helfen, nebst den häufigen Einnahmen der jeweiligen akuten homöopathischen Mittel, kalte Wadenwickel. Allerdings sollten die Füsse des Kranken nicht kalt sein, wenn diese angewendet werden. Auf genügende Flüssigkeitszufuhr muss geachtet werden und bei den Mahlzeiten sollte es sich um leichte Kost handeln. In den ersten Krankheitstagen ist dem Kranken beispielsweise Zwieback, leichte Suppe, Apfelmus, Haferbrei und Tee zu reichen.

Diese kurzen Angaben sollten Sie nicht zu Selbstbehandlung verleiten. Bei starken, anhaltenden Krankheitssymptomen sollten Sie sich unbedingt an Ihren Homöopathen, Ihre Homöopathin wenden!

Redaktion Gabriela Moser

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