Patientenverfügung

Selbstbestimmung bei Unfall, Krankheit, Leiden und im Alter

  • Möchten Sie Ihr Recht auf Selbstbestimmung wahren?
  • Möchten Sie Ihre Vorsorge selbst bestimmen?
  • Möchten Sie die Art Ihrer Betreuung und Ihrer Versorgung selbst regeln?
  • Möchten Sie Ihr Lebensende in Würde vollbringen.

Sie haben das Recht, eine Patientenverfügung zu verfassen

  • Beim heutigen Stand der Medizin ist es möglich, immer mehr Kranke und selbst Schwerstkranke bis ins hohe Alter am Leben zu erhalten. Auch schwer verunfallte Menschen können mit moderner medizinischer Technik am Leben erhalten werden.
  • Schwerkranke und schwer verunfallte Menschen sind oft nicht mehr in der Lage, ihren Willen durchzusetzen.

Aus diesem Dilemma gibt es einen Ausweg

  • In einer Patientenverfügung können Sie frühzeitig festlegen, ob Sie künstlich am Leben erhalten werden wollen und welche ärztlichen Massnahmen Sie befürworten oder ablehnen.
  • Sie können auch eine Person, respektive mehrere Personen bezeichnen, der / denen Sie das Recht, in Ihrem Namen zu entscheiden, übertragen. Dazu kann sinnvollerweise das Recht gehören, Einsicht in Ihre Krankenakte nehmen zu dürfen.
  • Die Patientenverfügung kann weiterhin verschiedenste Bereiche wie Sterbebegleitung, Sterbehilfe, Autopsie, Organspende oder Bestattungswünsche beinhalten.
  • Sie können Ihre Verfügung weiterhin ergänzen durch einen Vorsorgeauftrag, eine Vollmacht oder auch einer Bestattungsverfügung.
  • Eine Patientenverfügung ist für die behandelnden NaturärztInnen / NaturheilpraktikerInnen, Ärztinnen und Ärzte, verbindlich. Allerdings müssen Sie dafür sorgen, dass sie davon Kenntnis erhalten.
  • Eine sinnvolle Möglichkeit ist, die Verfügung den Angehörigen auszuhändigen oder eine Kopie Ihrer Patientenverfügung bei den bevollmächtigten Personen, auch NaturärztInnen / NaturheilpraktikerInnen / AerztInnen zu hinterlegen, es besteht zudem die Möglichkeit sie bei ausgewählten Institutionen zu deponieren.
  • Sie können einen "Vorsorgeausweis" mit dem Hinweis auf Ihre Patientenverfügung auf sich tragen und die Personen oder Stellen bezeichnen, die im Besitze einer Kopie Ihrer Verfügung sind.
  • Ihre Verfügung sollten Sie von Zeit zu Zeit auf ihren Inhalt überprüfen und sie mit dem jeweils aktuellen Datum der letzten Überprüfung und Ihrer Unterschrift versehen.

Hilfestellungen

  • Zu den Themen Patientenverfügung, Vorsorgeauftrag, Vollmachten oder auch Bestattungsverfügung beraten wir unsere Patienten gerne.
  • Regionale Organisationen, wie die GGG Voluntas (Basel) oder die Caritas (Schweiz) bietet eine Beratung für eine persönliche, der Lebenssituation angepasste Verfügung an. Die GGG Voluntas hilft z.B. auch beim Verfassen des Verfügungstextes.
  • Verschiedene Organisationen wie z.B. Dialog Ethik, oder die SPO, bieten vorgedruckte Verfügungstexte an. Sie vereinfachen das Abfassen einer persönlichen Verfügung. (Adressen weiter unten)

Wichtig

  • Eine Patientenverfügung beschränkt sich alleine auf die Belange Vorsorge und Versorgung bei Unfall, Krankheit, Langzeitleiden und Alter. Sie ersetzt keinesfalls ein Testament.
  • Beachten Sie bitte, dass Ihr Besitz an die gesetzlichen Erben bzw. an den Staat geht, wenn Sie kein Testament hinterlassen.
  • Falls Sie ein Testament aufsetzen wollen, muss dieses gänzlich von Hand geschrieben, mit Angabe von Ort und Datum versehen und eigenhändig unterzeichnet werden. Möglicherweise kann es sinnvoll sein einen Willensvollstrecker, z.B. einen Notar, zu bestimmen.

Ergänzende Themen

  • Vorsorgevollmacht, eine Broschüre des SSRV, Schweizer Senioren- und Rentner Verband
  • "Für alle Fälle", eine Checkliste wichtiger Dinge (siehe oben)
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